
Chronik - Geschichte des werkes roßleithen
Im Jahre 1540 wurde am Pießlingbach das Sensenwerk Franz de Paul Schröckenfux gegründet. Dieses Werk ist seit mehr als 450 Jahren weltweit tätig und gehört heute zu den ältesten Industriebetrieben Oberösterreichs. Bei der Gründung der Sensenschmiede bearbeiteten die Meister mit ihren Gesellen mit Handhämmern das glühende Eisen, um es zu Sensen zu formen. Im 16. Jahrhundert waren es mutige und vorausschauende Werksbesitzer, die daran gingen, in Roßleithen wasserbetriebene Hämmer zu errichten. Mit dem starken Schlag des Wasserhammers ließ sich ein besseres, gleichmäßigeres Sensenblatt herstellen als durch mühsame Faustarbeit.
![]() ![]() Die neuen Sensen, die man bald wegen ihrer besseren Qualität die „blauen“ Sensen nannte, traten ihren Siegeszug durch Europa an. Der Industrialisierung der Sensenerzeugung waren immer schon enge Grenzen gesetzt. Im Sensenwerk Schröckenfux wird Tradition mit Fortschritt verbunden. Die Sensenschmiede produziert auch heute noch mit hohem handwerklichem Können Qualitätssensen im neuzeitlichen Hammerwerk. Im Volksmund wurden früher die Hammerherren als die „schwarzen Grafen“ bezeichnet. Viele Familien der „schwarzen Grafen“ waren im 18. und 19. Jahrhundert zu großem Wohlstand gekommen. Im Jahre 1953 erfolgte in der Firma Schröckenfux die Gründung des Mähmesserwerkes zur Erzeugung von Mähmesserklingen und kompletten Mähmessern. Aus bescheidenen Anfängen mit einer Jahresproduktion von etwa 50.000 Stück werden heute über acht Millionen Stück produziert. Die Produktion von Mähmesserklingen erfolgt zum Großteil auf Sondermaschinen, die in der Firma entwickelt und teilweise auch gebaut werden. Ein wesentlicher Meilenstein in der Aufwärtsentwicklung war die Einführung der Härtung mit Hochfrequenztechnik sowie vieler Automatisierungen.
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